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Ratschläge für alle Hundekinder,
die in die Ferne schweifen

Wir möchten Ihnen hiermit ein paar Tips und Ratschläge mit auf den Weg geben, die Ihnen das Zusammenleben mit Ihrem Hund erleichtern sollen.
Das Zusammenleben des Hundes mit den Menschen beruht auf einer Wechselbeziehung, wobei das Spielen vom Welpen mehr als Lehrplan empfunden wird, ihm aber trotzdem Vergnügen bereitet.
So muß schon im frühen Alter mit der Erziehung begonnen werden. Die in dieser Zeit gemachten Fehler sind selten rückgängig zu machen.

Im neuen Heim
Sollte der Hund bei oder nach der Ankunft in seinem neuen Heim unter ein Möbelstück kriechen, lassen Sie ihn ruhig gewähren, auf keinen Fall hervorziehen!! Er möchte aus diesem "sicheren Versteck" heraus in Ruhe seine neue Umgebung betrachten. Warten Sie ruhig ab, bis er von selbst wieder hervorkommt. Versuchen Sie bitte nicht, ihm Ihre Liebe aufzudrängen!! Welpen und Junghunde suchen sehr bald von selbst unsere Freundschaft.
Kinder neigen dazu, dem Welpen voller Liebe und stürmischer Begeisterung um den Hals zu fallen und ihn zu erdrücken. Dies könnte den Hund erschrecken und kopfscheu machen. Dadurch könnte das sonst so innige Verhältnis Hund / Kind eventuell für längere Zeit gestört werden. Bitte sorgen Sie als Eltern dafür, daß der Hund seine wohlverdienten Ruhepausen hat und ungestört fressen kann.
Lassen Sie Ihr Kind mit dem Hund nicht allein, so daß Sie jederzeit eingreifen können, damit der Hund nicht durch die sicher gut gemeinten Liebesbezeugungen des Kindes irritiert und verunsichert wird. Im übrigen behandeln und erziehen Sie Ihren neuen Hausgenossen wie ein Kind.

Wurmkuren
Wenn Sie Ihren Welpen bei uns abholen, hat er mindestens 4 Wurmkuren mit Banminth-Paste hinter sich, er sollte jedoch bei Ihnen noch einmal eine Woche vor der fälligen Nachimpfung in der 12-ten Woche entwurmt werden. Die Entwurmung erfolgt nach Körpergewicht am besten mit der Banminth-Paste. Ein Welpe sollte circa alle 3 Monate entwurmt werden, bis etwa zum Alter von 1 Jahren; danach alle 6 Monate. Sprechen Sie sich hiermit mit einem Kleintierarzt Ihrer Wahl ab.

Impfungen
Mit der achten Woche hat Ihr Welpe die erste SHL-Impfung, sowie die Parvo-Impfung hinter sich. Diese Impfungen müssen mit circa 12 Wochen und mit 6 Monaten wiederholt werden. Die erste Wiederholungsimpfung erfolgt mit 15 Monaten, danach folgt eine jährliche Auffrischung.

Impfschema:
    Grundimmunisierung 
  •  Parvovirose  3 x
  •          SHL  3 x
  •      Tollwut  1 x
    Wiederholungs-Impfg.
  •  Parvovirose  1 x jährlich
  •  SHL+Tollwut  1 x jährlich
Die Tollwutimpfung sollte der Hund nicht vor seinem fünften Lebensmonat erhalten. Es sei denn, Sie wohnen in einem tollwutgefährdeten Gebiet. Auch darüber lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten. Vor jeder Impfung muß der Hund entwurmt werden, bzw. ohne Wurmbefall sein. Bei einem verwurmten Hund ist die Impfung nicht nur wirkungslos, sondern auch sehr gefährlich.

Ohrenhaltung
Collies und Shelties haben eine ziemlich widernatürliche Ohrenhaltung. 2/3 des Ohres müssen stehen, das restliche 1/3 muß kippen. Es gibt kaum Collies und Shelties, bei denen dies nicht mit konsequenter Nachhilfe während des Wachstumsalters erreicht wurde.
Sobald die Ohren zum Stehen kommen, muß sofort eingegriffen werden. Dies geschieht am besten mit etwas Enelbin-Paste, die in die obere Ohrspitze gestrichen und mit Baby-Puder abgepudert wird. Bitte lassen Sie das Ohr niemals zum Stehen kommen, da es sonst kaum noch zum korrekten Kippen gebracht werden kann. Das liebliche Aussehen des Collies und Shelties wird durch Stehohren sehr beeinträchtigt. Es gibt, gerade dem Sheltie, ein fuchsähnliches Aussehen. Für die Zucht und die Ausstellung ist ein Collie oder ein Sheltie mit Stehohren ebenfalls verloren.

Stubenreinheit
Ein Welpe mit acht Wochen kann noch nicht stubenrein sein. Mit Geduld und viel Liebe hat er jedoch schnell gelernt, wie und wo er sein "Geschäft" zu erledigen hat.
Unmittelbar nach dem Fressen muß der Hund hinausgebracht werden, da dann meistens etwas "fällig" ist; ebenso ist es nach dem Schlafen. Sollte jedoch trotzdem einmal im Zimmer oder in der Wohnung ein Mißgeschick passieren, rufen Sie laut "PFUI" und bringen den Welpen hinaus. Niemals die Nase des Kleinen in das "Geschäft" stoßen.
- Die Nase ist das empfindlichste Organ des Hundes -.

Aufzucht
Bitte denken Sie daran, daß auch ein Hundekind, wie ein Baby, sehr viel Schlaf braucht. Es spielt und tobt und schläft danach wieder fest. Verschaffen Sie ihm immer diese Schlafpausen. Wenn Sie Kinder haben, dann sorgen Sie dafür, daß sie dem kleinen Kerlchen seine dringend benötigte Ruhe gönnen. Ein Junghund, der immer wieder aus seinen Schlafpausen aufgeschreckt wird, wird ein nervöser Hund.
Ein Welpe darf auch niemals bei Spaziergängen überfordert werden, da dies in der Wachstumsphase Schäden im Knochenbau hervorrufen kann. Nach dem Fressen und einem kurzen Gang nach draußen lassen Sie den Hund bitte ruhen. Nie mit vollem Bauch zum Spielen oder Spaziergang animieren.
Mit neun Monaten ist der Hund praktisch ausgewachsen. Mit der Geschlechtsreife entwickelt der Hund sein Wesen als Hütehund. Er verbellt sein Reich und dies ist begleitet mit dem ersten "Beinchen-Heben" beim Rüden und der ersten Läufigkeit bei der Hündin.

Tödliche Gefahren
Was das Verschlucken von Fremdkörpern anbelangt, ist der Hund genauso unberechenbar wie eine Kleinkind. Alles wird angeknabbert und verschluckt. Besonders gefährlich ist Plastik. Dies ist ebenso häufig die Todesursache wie ein verschluckter Spielzeugball. Wenn diese Dinge verschluckt werden, hilft nur noch ein umgehende Operation. Bei anhaltendem Erbrechen ist immer an einen Fremdkörper in Magen oder Darm zu denken.
Klarheit kann nur ein Tierarzt mit Röntgen-Einrichtung bringen. Achten Sie bitte darauf, daß ein Spielzeugball für den Hund nicht kleiner als ein Tennisball ist. ebenso sollte der Tennisball nicht gefärbt sein, da dies wegen der bleihaltigen Farben zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Geben Sie Ihrem Hund niemals von sich aus Medikamente. Viele Medikamente aus der Humanmedizin sind für den Hund ein tödliches Gift, dies gilt besonders für Magen- und Darmpräparate.

Streuen Sie niemals Gift in Ihrem Garten !!

Viele Hundebesitzer haben nur deshalb einen neuen Hund gekauft, weil Sie den anderen durch einen traurigen Anlaß verloren haben:

  • der erste Hund ging anläßlich eines Autounfalles verloren und wurde niemals wiedergefunden.
  • der Hund wurde überfahren.
  • der Hund rannte beim Silvesterschießen in wilder Panik davon und wurde nie wieder gesehen.

Darum: Im Auto, auf Reisen und beim Spazierengehen immer mit Halsband und Namensbombe, in der Ihr Name und Ihre Adresse stehen. Auf Fußwegen und in stark befahrenen Gegenden lassen Sie den Hund stets angeleint. Erziehen Sie den Hund dazu, daß er immer bei Fuß geht und stets auf Kommando hört !!

Silvester: Auch wenn Ihr Hund noch so lebenslustig und wesensfest ist, sperren Sie die Türen am 31.12. hinter sich und ihm zu und schließen Sie die Fenster. Es geht mehrmals gut, doch einmal passiert dann, was niemand geglaubt hat - ein ungewöhnlicher Kracher, Gezische und ein für den Hund grauenvoller Geruch - und er rast in wilder Panik davon
Vor allem schützen Sie einen Welpen und Junghund vor dem Krach und den Schrecken einer Silvesternacht. Bleiben Sie bei ihm oder sperren Sie ihn in einem Raum ein und stellen das Radio auf NICHT-Zimmerlautstärke.

Baden
Dies ist im allgemeinen nicht nötig, es sei denn, der Hund hat sich mit Wonne in irgend etwas gewälzt und riecht dann sehr unangenehm. Verwenden Sie stets ein gutes Hundeshampoo, denn der Hund hat eine sehr empfindliche Haut.
Wir baden unsere Hunde, wenn es notwendig ist, immer direkt nach dem Abhaaren 1-2mal im Jahr. Ansonsten reinigen Sie den Hund am besten durch kräftiges Bürsten.

Die beste Haarpflege ist inhaltsreiches , bestes Futter !!

Ungeziefer
Daß sich unser Hund einmal Flöhe einfängt, ist nie ganz zu vermeiden. Mittel dagegen sind im Zoofachhandel oder in der Apotheke erhältlich. Am einfachsten ist das Ungezieferhalsband. Dies ist für Mensch und Tier ungefährlich. Es soll jedoch nicht bei einem jungen Welpen und bei einem kranken Hund angewandt werden.
Zecken werden mit einer entspechenden Zange oder einer Pinzette entgegen dem Uhrzeigersinn herausgedreht. Der Kopf darf aber nicht steckenbleiben, da er sonst herauseitert.

Zum Abschied noch folgendes:
Wir stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich lieber zu oft als zu wenig an uns. Lassen Sie sich nicht von den vielen gutgemeinten Ratschlägen anderer Hundebesitzer verunsichern. Meistens weiß jeder etwas anderes. Sollten Sie einen Rat brauchen, wenden Sie sich immer an uns oder an Ihren Tierarzt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Familienmitglied und uns immer ein gutes Verhältnis zu unseren Hundeeltern.


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